SWR 2017: Menzies weiterhin auf Gesamtrang vier

• Al-Rajhi mit guten Einzelergebnissen
• Die kommenden Prüfungen werden schnell

Nach den ersten vier Tagen bei der Silk Way Rally ist das X-raid Team in Kasachstan, genauer in der Hauptstadt Astana, angekommen. Bryce Menzies und Pete Mortensen (beide USA) sind nach ihrer langen Pause im Cross-Country-Rallyesport sehr gut unterwegs und halten sich auf dem vierten Gesamtrang. Nach ihrem Pech auf der zweiten Etappe lassen Yazeed Al-Rajhi (KSA) und Tom Colsoul (BEL) ihre Köpfe nicht hängen und greifen weiter an. In der Gesamtwertung liegen sie zwar nur auf Position 23, aber in den vergangenen beiden Tagen konnten sie sehr gute Einzelergebnisse herausfahren.

Für Menzies und Mortensen steht bei der Silk Way Rally vor allem eins im Vordergrund: Weiter Erfahrung im Cross-Country-Bereich sammeln! Nach zwei Tagen mit Ergebnissen in den Top 10, kamen sie gestern als Zwölfte Ziel. „Die ersten 100 Kilometer waren gut, doch dann wurde die Navigation ziemlich schwierig, da durch das hohe Gras die Sicht ziemlich eingeschränkt war. Zudem war die Straße voller Löcher“, berichtet Menzies. „Später hatten wir hinten rechts einen Platten.“ Auf der heutigen Wertungsprüfung waren sie zu Beginn sehr gut unterwegs und passierten den ersten Kontrollpunkt auf Rang zwei. „Dann wurde es wieder etwas schwieriger, da es zu regnen anfing“, erzählt der US-Amerikaner. „Wir sind dann in einen Graben gerutscht – hatten aber Glück im Unglück: nach 20 Minuten hat ein Kamaz angehalten und uns rausgezogen.“ So kamen sie auf Rang sieben ins Ziel und konnten den vierten Rang in der Gesamtwertung halten.

Al-Rajhi hatte auf der zweiten Etappe, als er in ein zwei Meter tiefes Loch gerutscht war, das so nicht im Roadbook stand, viel Zeit verloren. Das Auto war so verkeilt, dass andere Teilnehmer nicht helfen konnten und zwei Traktoren anrücken mussten. Deswegen musste Al-Rajhi am kommenden Tag hinter ein paar Trucks starten. „Hinter einem blieben wir für 30 Kilometer stecken“, berichtet der Saudi. Trotzdem kam er als Fünfter ins Ziel. Heute konnte er voll angreifen und erreichte als Zweiter das Ziel. „Zu Beginn war es sehr gut zu fahren, aber etwa 60 Kilometer vor Ende des ersten Teils fing es extrem an zu regnen“, berichtet Al-Rajhi. „Auch im zweiten Teil sind wir nur gerutscht. Von daher sind wir mit unserem Ergebnis heute sehr zufrieden.“

An den kommenden beiden Tagen geht es von Astana weiter nach Semey und von dort aus nach Urdzhar. Beide Wertungsprüfungen sind navigatorisch schwierig und sehr schnell.

Silk Way Rally – Overall standings after SS4:
1. S. Loeb (FRA) / D. Elena (MCO) Peugeot – 8h 56m 10s
2. C. Despres (FRA) / D. Castera (FRA) Peugeot – 10h 04m 06s
3. C. Lavieille (FRA) / J.-P. Garcin (FRA) Baicmotor – 10h 08m 45s
4. B. Menzies (USA) / P. Mortensen (USA) MINI John Cooper Works Rally – 10h 15m 18s
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23. Y. Al-Rajhi (KSA) / T. Colsoul (BEL) MINI John Cooper Works Rally – 13h 37m 31s


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