Dakar 2017 / SS4: Mikko Hirvonen übernimmt Gesamtrang drei

·         Hirvonen beendet vierte Etappe auf Platz zwei

·         Fünf MINI in den Top 10


Mikko Hirvonen (FIN) und Michel Périn (FRA) arbeiten sich immer weiter nach vorne. Auf der vierten Etappe ins bolivianische Tupiza sicherte sich die MINI John Cooper Works Rally Crew den zweiten Rang hinter Cyril Despres im Peugeot. Kuba Przygonski (POL) erreichte zusammen mit seinem belgischen Co-Piloten den siebten Platz. Der Chilene Boris Garafulic erlebte einen sehr guten Tag und kam zusammen mit seinem Co-Piloten Filipe Palmeiro (POR) im MINI ALL4 Racing als neunte ins Ziel. Eine Position dahinter platzierten sich Orlando Terranova (ARG) und Andreas Schulz (GER) im MINI John Cooper Works Rally.

Al-Rajhi musste aus gesundheitlichen Gründen die Wertungsprüfung frühzeitig abbrechen. Er leidet erheblich unter den Auswirkungen der Höhe und nutzte am Grenzübergang zwischen Argentinien und Bolivien die Möglichkeit auf die Serviceroute ins Biwak abzubiegen.

„Wir hatten einen richtig guten Tag“, freute sich Hirvonen. „Zu Beginn hatten wir Dünen in 4.000 Metern Höhe, die zudem noch richtig groß waren. Höher als in Abu Dhabi. Manchmal dachten wir, dass wir es nicht drüber schaffen, aber im letzten Moment haben wir doch immer noch einen Weg gefunden. Auf dieser Passage konnten wir Carlos und Stéphane überholen. Zumal Michel sehr gut navigiert hat. Später hat sich das Terrain geändert und es wurde wieder schneller. Dort konnte uns der Buggy leider wieder einholen. Aber wir sind ohne Probleme und ohne einen Platten durchgekommen.“ Der Finne liegt nun in der Gesamtwertung auf Rang drei.

Przygonski konnte sich auch heute wieder in den Top 10 platzieren. „Ein guter Tag, aber die Dünen auf 4.000 Metern Höhe waren sehr hart für das Auto. Tom und ich haben zusammen immer einen guten Weg über die Dünen gefunden.“ In der Gesamtwertung liegt er nun auf Platz sechs. Auch Garafulic kletterte mit einem Lächeln im Gesicht und einem Platz in den Top 10 aus seinem MINI ALL4 Racing. „Solche Dünen habe ich noch nie gesehen, obwohl ich in Chile und damit nicht weit weg wohne. Die waren hart und weich zugleich. Manchmal hatte man Traktion, dann kam man wieder ins Schwimmen, nur um wenige Meter später wieder Traktion zu haben. Für Piloten ohne Dünenerfahrung müsste diese Passage ein Alptraum gewesen sein.“ Der Chilene konnte sich mit seiner Leistung auf dem neunten Gesamtplatz vorfahren.

„Es war ein harter Tag für uns“, gesteht Terranova, der auf Rang acht in der Gesamtwertung liegt. „Zu Beginn haben wir uns verfahren und konnten einen Wegpunkt nicht finden. Später hat sich durch die Büsche der Kühler zugesetzt und wir mussten anhalten. Auch die Dünen hatten es in sich. Leider bekam ich dann doch noch Probleme mit der Höhe und habe mich ziemlich schlecht gefühlt.“

Mohamed Abu Issa (QAT) kommt immer besser mit dem MINI ALL4 Racing zurecht und kam heute zusammen mit Xavier Panseri (FRA) auf Rang zwölf ins Ziel. „Wir hatten heute mit Sand gerechnet, aber nicht damit, dass wir ihn fast die gesamte Zeit über haben“, erzählt der Katari. „Einmal haben wir uns festgefahren und etwa acht Minuten verloren. Im Anschluss haben wir etwas Luft aus den Reifen gelassen und kamen gut weiter. Die Buggys haben es da einfach, die können, im Gegensatz zu uns, aus dem Cockpit heraus den Luftdruck regulieren. Trotzdem bin ich mit dem Tag sehr zufrieden, zumal wir in der Gesamtwertung nun auf Rang zehn liegen.“

„Ich hatte mich schon vor dem Start nicht wohl gefühlt, aber wir sind natürlich trotzdem in die Prüfung gestartet“, berichtet Al-Rajhi im Biwak. „Aber nach knapp 190 Kilometern haben wir angehalten und ich habe mich eine Zeitlang ausgeruht. Aber die Kopfschmerzen wurden immer schlimmer und ich habe mich entschlossen aus der Prüfung rauszufahren. Jetzt fühle ich mich schon wieder viel besser.“

Die beiden Crews Sylvio de Barros/Rafael Capoani (beide BRA) und Stephan Schott (GER)/Paulo Fiúza (POR) beendeten die vierte Etappe auf den Plätzen 15 und 16. De Barros hat damit in der Gesamtwertung den elften Rang inne, Schott Platz 16.

Morgen steht erneut eine lange Etappe nach Oruro auf dem Programm. 447 Kilometer gegen die Uhr und 245 km Verbindungsetappe müssen absolviert werden. Unterschiedlichstes Terrain erwartet die Piloten, darunter gleich zwei Dünenpassagen.

Dakar 2017 Ergebnis SS4:

1. C. Depres (FRA) / D. Castera (FRA) - Peugeot - 4h 22m 55s
2. M. Hirvonen (FIN) / M. Périn (FRA) - MINI John Cooper Works Rally – 4h 33m 46s
3. N. Roma (ESP) / A. Haro (ESP) – Toyota - 4h 35m 46s
4. S. Peterhansel (FRA) / J.-P. Cottret (FRA) - Peugeot - 4h 38m 10s
5. S. Loeb (FRA) / D. Elena (MCO) - Peugeot - 4h 45m 08s
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7. J. Przygonski (POL) / T. Colsoul (BEL) - MINI ALL4 Racing – 4h 47m 18s
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9. B. Garafulic (CHI) / F. Palmeiro (POR) - MINI ALL4 Racing – 4h 55m 43s
10. O. Terranova (ARG) / A. Schulz (GER) - MINI John Cooper Works Rally – 5h 5m 28s

12. M. Abu Issa (QAT) / X. Panseri (FRA) - MINI ALL4 Racing – 5h 13m 55s

15. S. De Barros (BRA) / R. Capoani (BRA) - MINI ALL4 Racing - 5h 31m 16s
16. S. Schott (GER) / P. Fiúza (POR) - MINI ALL4 Racing – 5h 38m 21s

Dakar 2017 Gesamtergebnis nach SS4:

1. C. Depres (FRA) / D. Castera (FRA) – Peugeot – 11h 33m 16s
2.  S. Peterhansel (FRA) / J.-P. Cottret (FRA) - Peugeot - 11h 37m 24s
3. M. Hirvonen (FIN) / M. Périn (FRA) - MINI John Cooper Works Rally – 11h 38m 20s
4. S. Loeb (FRA) / D. Elena (MCO) - Peugeot - 11h 40m 04s
5. N. Roma (ESP) / A. Haro (ESP) - Toyota - 11h 43m 46s
6. J. Przygonski (POL) / T. Colsoul (BEL) - MINI ALL4 Racing – 12h 09m 51s
...
8. O. Terranova (ARG) / A. Schulz (GER) - MINI John Cooper Works Rally – 12h 21m 53s
9. B. Garafulic (CHI) / F. Palmeiro (POR) - MINI ALL4 Racing – 12h 54m 36s
10. M. Abu Issa (QAT) / X. Panseri (FRA) - MINI ALL4 Racing – 13h 09m 06s
11. S. De Barros (BRA) / R. Capoani (BRA) - MINI ALL4 Racing - 13h 37m 50s
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16. S. Schott (GER) / P. Fiúza (POR) - MINI ALL4 Racing – 14h 04m 47s


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