Dakar 2017 / SS10: Orlando Terranova nun Gesamtsechster

• Yazeed Al-Rajhi holt Platz vier in der Tageswertung
• Mikko Hirvonen verliert Zeit nach Unfall

Nachdem die gestrige Wertungsprüfung abgesagt wurde, freuten sich die Piloten auf die heutige Wertungsprüfung von Chilecito nach San Juan. Nach den 449 Kilometern Wertungsprüfung kamen Yazeed Al-Rajhi (KSA)/Timo Gottschalk (GER) im MINI John Cooper Works Rally als Vierte ins Ziel, genau vor ihrem Teamkollegen Orlando Terranova (ARG) / Andreas Schulz (GER). Da die Teamkollegen Mikko Hirvonen (FIN) und Michel Périn (FRA) mit unterschiedlichen Problemen zu kämpfen hatten, ist Terranova auf den sechsten Rang aufgerutscht mit nur rund zweieinhalb Minuten Rückstand auf Giniel de Viliers im Toyota. Hirvonen kam nach einem langen Tag auf Platz 36 ins Ziel.

„Im ersten Teil der Prüfung hatten wir leider einen Platten, durch den wir ein paar Minuten verloren haben“, erzählt Al-Rajhi. „In der Neutralisation habe ich mich mit Orly unterhalten, der 40 Sekunden hinter mir lag. Er meinte, dass er jetzt pusht. Ich dachte mir nur: die 40 Sekunden nimmst du mir auf keinen Fall weg. Wir sind auch vorne geblieben - der vierte Platz ist wirklich gut und ohne großes Risiko eingefahren. Strecke selbst war extrem wellig und schwierig zu fahren.“

„Die Prüfung war vor allem bei der Navigation schwierig. Im ersten Flussbett mussten wir nach dem richtigen Weg suchen und haben dort einiges an Zeit verloren“, berichtet Terranova. „Doch ab dann lief es richtig gut und wir konnten angreifen. Der MINI hat perfekt funktioniert. Es war eine echte Dakar-Etappe – schwierig und heiß. Jetzt versuchen wir um den vierten Gesamtrang zu kämpfen.“

„Heute ist viel passiert“, fasst Hirvonen den Tag zusammen. Wir hatten Platten, haben uns mehrmals verfahren, ein Wagenheber und der Rückwärtsgang gingen kaputt. Dann sind wir im fesch-Fesch steckengeblieben und da wir keinen Rückwärtsgang mehr hatten, verloren wir über eine Stunde. Wir sind zwei Trucke gefolgt, die sich gegenseitig überholt haben. Eine kam von der Straße ab und obwohl ich im Staub ganz vorsichtig gefahren bin, habe ich ihn am Heck erwischt. Er hat dann auch noch zurückgesetzt, da er uns nicht gesehen hat, und hat den Kühler zerstört. Das hat uns nochmal mehr als eine Stunde gekostet.“

Boris Garafulic (CHI) und Filipe Palmeiro (POR) erreichten heute im MINI ALL4 Racing den elften Rang. Sie waren zwischenzeitlich sehr schnell unterwegs und belegten am zweiten Wegpunkt sogar den dritten Rang. Das MINI ALL4 Racing Duo Mohamed Abu Issa (QAT) und Xavier Panseri (FRA) belegten am Ende des Tages Rang 15. Eine Position hinter ihm kamen Stephan Schott (GER) und Paulo Fiúza (POR) ins Ziel. Die beiden Brasilianer Sylvio de Barros und Rafael Capoani mussten sich heute mit dem 30. Platz zufrieden geben. Einen besonders schlechten Tag erwischten Hirvonen und Périn.

„Die Prüfung war sehr hart – für uns und das Auto“, erzählt Garafulic. „Wir hatten etwa 42 Grad da draußen und waren insgesamt elf Stunden unterwegs. Filipe hat heute einen ganz tollen Job gemacht. Er hat einen sehr großen Anteil an diesem Ergebnis.“

„Ich habe es zu Beginn etwas übertrieben“, gibt Abu Issa zu. „Wir hatten einen Platten, haben uns verfahren, dann noch einen Platten und das ganze immer im Staub der Trucks. Das hat uns natürlich viele Zeit gekostet. Der zweite Teil der Prüfung war sehr schnell und wir sind gut durchgekommen.“

Richtiges Pech hatten Przygonski und Colsoul. „Wir sind einem Flussbett rund einen Meter tief auf die linke Seite gefallen“, berichtet der Pole im Biwak. „Wir mussten über Toms Seite rausklettern, da der MINI ja auf meiner Seite lag. Dann begann der Kampf mit dem Auto. Es war keiner in der Nähe und wir mussten es ja wieder auf seine vier Räder stellen. Wir haben rund eineinhalb Stunden verloren, aber wir konnten ihn mit unseren eigenen vier Händen wieder aufrichten.“

Die morgige Wertungsprüfung hat es nochmal in sich: die ersten 50 Kilometer der 288km langen Prüfung führen durch die Dünen von San Juan. Danach geht es wieder in die WRC-typischen Strecken in der Nähe von Cordoba. Zusätzlich müssen noch 466km Verbindungsetappe absolviert werden.


Dakar 2017 Result SS10:
1. S. Peterhansel (FRA) / J.-P. Cottret Peugeot – 4h 47m 00s
2. S. Loeb (FRA) / D. Elena (MNC) Peugeot – 4h 54m 28s
3. C. Despres (FRA) / D. Castera (FRA) Peugeot – 4h 57m 01s
4. Y. Al-Rajhi (KSA) / T. Gottschalk (GER) MINI John Cooper Works Rally – 5h 06m 03s
5. O. Terranova (ARG) / A. Schulz (GER) MINI John Cooper Works Rally – 5h 07m 12s
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11. B. Garafulic (CHI) / F. Palmeiro (POR) MINI ALL4 Racing – 5h 32m 15s
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15. M. Abu Issa (QAT) / X. Panseri (FRA) MINI ALL4 Racing – 5h 46m 20s
16. S. Schott (GER) / P. Fiúza (POR) MINI ALL4 Racing – 6h 06m 25s
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27. J. Przygonski (POL) / T. Colsoul (BEL) MINI ALL4 Racing – 7h 00m 00s
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30. S. Barros (BRA) / R. Capoani (BRA) MINI ALL4 Racing – 7h 34m 43s
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36. M. Hirvonen (FIN) / M. Périn (FRA) MINI John Cooper Works Rally – 9h 31m 30s


Dakar 2017 Overall standing after SS10:
1. S. Peterhansel (FRA) / J.-P. Cottret Peugeot – 24h 58m 43s
2. S. Loeb (FRA) / D. Elena (MNC) Peugeot – 25h 04m 33s
3. C. Despres (FRA) / D. Castera (FRA) Peugeot – 25h 24m 23s
4. N. Roma (ESP) / A. Haro (ESP) Toyota – 25h 59m 38s
5. De Villiers (RSA) / D. Von Zitzewitz (GER) Toyota - 26h 41m 37s
6. O. Terranova (ARG) / A. Schulz (GER) MINI John Cooper Works Rally – 26h 44m 04s
7. B. Garafulic (CHI) / F. Palmeiro (POR) MINI ALL4 Racing – 28h 25m 17s
8. J. Przygonski (POL) / T. Colsoul (BEL) MINI ALL4 Racing – 28h 52m 23s
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12. M. Abu Issa (QAT) / X. Panseri (FRA) MINI ALL4 Racing – 29h 30m 57s
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15. M. Hirvonen (FIN) / M. Périn (FRA) MINI John Cooper Works Rally – 30h 35m 16s
...
17. S. Schott (GER) / P. Fiúza (POR) MINI ALL4 Racing – 31h 26m 06s
...
20. S. Barros (BRA) / R. Capoani (BRA) MINI ALL4 Racing – 32h 36m 51s
...
31. Y. Al-Rajhi (KSA) / T. Gottschalk (GER) MINI John Cooper Works Rally – 39h 51m 52s


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